Schachclub Sonthofen e. V.

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Schach-Training für unsere Jugend

Eröffnungen: Zug um Zug wird die Hauptvariante (mit guten Abweichungen) einer Eröffnung erklärt.

1. C41: Philidor-Verteidigung (Wer war Philidor?)
Die Philidor-Verteidigung gilt zwar als etwas passiv, sie wird aber durchaus auch von sehr starken Spielern angewandt.
Die Meister wollen das solide 1... e5 spielen, aber nicht ständig Italienisch oder Spanisch auf dem Brett haben, 
wo man ganze Theoriebücher im Kopf haben muss, was mit extrem viel Zeitaufwand verbunden ist.
  - Du lernst eine solide Verteidigung, wenn dein Gegner mit 1.e4 beginnt.
Sie bietet dir vor Allem häufig den Vorteil, dass sich dein Gegner vielleicht nicht  so intensiv mit dieser "unmodernen" Eröffnung beschäftigt hat.
 Du führst die schwarzen Steine! Ich empfehle dir, ein Schachbrett aufzubauen, dann hast du die Züge realistisch vor dir.

 

Die Hauptvariante:

1.e4...e5   2.Sf3...d6 
3.d4    Martin Wolff spielt die Hauptvariante
3...e5xd4  Wir antworten mit ...e5xd4 und setzen voraus, dass schwarz den Bauer auf d6 schlägt, und zwar mit 4.Sxd4 und antworten mit ...Sf6.
4.Sxd4  Weiß nimmt zurück mit dem Springer
4...Sf6   Wir entwickeln den Springer
5.Sc3 
 
Martin Wolff spielt nun den natürlichen Zug 5.Sc3     Der Bauer auf e4 wird gedeckt und eine Leichtfigur wird entwickelt.
5....Le7
  wir bereiten die Rochade vor! Damit folgen wir der E
mpfehlung unseres Trainers, Gernot Wiechmann und erwarten einen starken Läuferzug von weiß.
6.Lf4  Martin Wolff verrät uns seinen Plan: "Ich möchte meine Dame auf d2 positionieren und strebe somit die lange Rochade an. Nach dem Vorbereitungszug f3 habe ich vor, mit g4, bzw. h4 den schwarzen Königsflügel anzugreifen".
 6....0-0 Rochade - wir bringen unseren König etwas aus der Schusslinie. Schaumamol!  
7. Dd2   WEISS bereitet damit die lange Rochade vor.
7. ...Sc6 So langsam sollten auch die schwarzen Figuren mitspielen.
8. 0-0-0
Wie angekündigt, die lange Rochade.
8....Sxd4
Der gefährliche Springer wird aus dem Zentrum entfernt.
9. Dxd4
Diesen logischen Zug setzen wir voraus. und entwickeln weiter.
9. ...Le6
Wir entwickeln den Läufer in etwas beengter Stellung.
10.f3
  Dieser Zug dient zur Vorbereitung eines Angriffs am Königsflügel.
10....a6
Der Bauertrupp (a,b,c) will sich in Bewegung setzen.
11.Kb1 Martin Wolff: "Ich mache zunächst einen Sicherherheitszug."
11....b5 Der Bauer kommt. Weiß steht aktiver.
12.Dd2 Weiß spielt noch nicht 12.g4 sondern positioniert die Dame günstiger.
12.....c5 Den hat weiß vermutet.

Damit, liebe Schachfreunde, ist die Eröffnungsphase hier abgeschlossen. Sie bietet nur auf höchstem Niveau leichte Vorteile für WEISS.

 

Variante 1 Ludwig Maugg: 
1.e4...e5   2.Sf3...d6 3.Lc4    Ludwig Maugg hält 3.Lc4 für stark.
3....c5.  Hier ist unsere Antwort.  Damit entfernen wir uns von der Hauptvariante..
4.c3
      mit dem Plan d4 durchzudrücken

4. ...Sc6  Wir überdecken nochmals das Feld d4 und sind gespannt auf die Antwort des Meisters. Wird er jetzt 5.d4 spielen
5. 0-0
  Die kurze Rochade. Der Meister wählt: "Erst mal den König in Sicherheit bringen!"?
5....Le7
Wir entwickeln eine Figur und warten weiter auf d2-d4.
6.d4
  Der Plan des Meisters beginnt
6....exd4
Wir schlagen einen Bauern und setzen voraus, dass weiß zurückschlägt.
7.cxd4
Wir überlegen kurz und antworten mit
7....Sf6
8.d5  Vorsicht!
Der Meister greift den Springer an.
8. ...Sa5 
Wir weichen natürlich aus und bedrohen mit diesem Zug den Läufer.
9.Le2 Der Läufer weicht aus. Weiß steht aktiv.
9....0-0 Die Rochade verbessert die Deckung des Königs.
10. Dc2 Weiß stellt die Dame in eine aktive Position.
10....Ld7 Der Läufer wird entwickelt. Wir müssen auch ein Auge auf den Springer (a5) haben, denn er kann nicht ziehen.
11.Sc3 Weiß entwickelt den Springer.
11....a6 Wir bereiten b5 vor um die Eröffnungsphase abzuschließen.
12.h3 Ein Verteidigungszug Weiß steht sehr aktiv.
12...b5 befreit den Springer


Mit diesem Zug schließen wir die Eröffnungsphase ab. Auch hier steht WEISS noch etwas im Vorteil.
Aber allein diese Stellung zu erreichen, braucht es allerhöchstes Niveau auf beiden Seiten.


Variante 2 Ludwig Maugg:
Er bringt wieder neue Ideen für Martin Wolffs Variante ein!

1. e4     e5
2. Sf3    d6
3..d4     ed4:
4. Sd4   Sf6
5. Sc3   Le7
6. g3    Ludwig Maugg: "Diesen Aufbau kennt "fast keiner" und verbirgt eine interessante Idee".
6....0-0
 auch hier antworten wir mit der Rochade und erwarten 7. Lg2
Wir warten auf die Idee!!
7.Lg2  Hier ist sie!
7....c5 Unsere Antwort. Gibt es das Ausweichmanöver? 8.Sf5
8.Sf5 Genau so haben wir uns das gedacht, und nehmen den Springer aus dem Spiel.
8....Lxf5
9.exf5 Natürlich nimmt der Meister den Läufer
9.....Sc6 Wir entwickeln weiter und warten auf das, was da kommen soll.
10.0-0  Die Rochade biete dem König besseren Schutz.
10. ...Dd7 Die Dame deckt den Spinger und schielt gleichzeitig auf das Feld f5
11.g4 Hier kommt der Angriff! Höchste Alarmstufe für SCHWARZ!
11....h6 Wir versuchen der Verteidigung mehr Halt zu verleihen.
12.f4 Wieder ein scharfer Zug des angriffslustigen Meisters!
12....Sh2 Wir postieren den Springer günstiger.



Mit diesem Vorteil für den Meister beenden wir diese Variante. Wenn er weiter auf diesem hohen Level spielt, ist ihm der Sieg in einer solchen Partie nicht mehr zu nehmen. Natürlich darf er sich dabei keinen Fehlzug leisten!