Schachclub Sonthofen e.V.

Großer Kampfgeist wird nicht belohnt!

Die Strategie gegen die "Elo- schweren Jungs" aus Göggingen lautete: Vorne halten, hinten gewinnen.
Leider erwischte Hans am 8.Brett einen rabenschwarzen Tag.
Er spielte ein chancenreiches "Skandinavisches Gambit", dessen Gefährlichkeit er aber selbst nicht einschätzen konnte. Er setzte deshalb falsch fort und hatte nach 15 Zügen einen ganzen Turm weniger, weshalb er resignierte.
Vorbei war es mit dem "hinten gewinnen"! Doch Sonthofen schlug sofort zurück.
Hintereinander gewann Gernot durch einen Doppelangriff, der Matt oder Figurenverlust zur Folge hatte, was Johannes Pitl zur Aufgabe zwang.
Lorenz spielte seine geliebte Altindische Verteidigung gegen Mitzel. Wenn er Lorenz die Rochade "verdirbt", würde er gutes Spiel bekommen - dachte er.
Doch gerade darin liegt die Feinheit dieser Eröffnung, was Lorenz anschließend wunderbar demonstrierte. Des Gegners König kam unter Feuer und Pitl sen. musste die Waffen strecken.
Fridolin erhielt gegen die ungewöhnliche Eröffnung des Ungarn Meszaros, der 1.-Sc6 und 2.-Sf6 spielte, mit feinen Positionszügen die immer bessere Stellung und gewann seine 4.Partie in Folge.
Nun stand der Wettkampf 3:1 für Sonthofen.
Am Spitzenbrett geriet Max gegen den Russen Arnaudov schnell unter Druck und wurde überspielt: 3:2.
Josef am 2.Brett hatte das Zentrum gegen den jungen IM Gregory Pitl aufgegeben und wurde folgerichtig im Zentrum erdrückt: 3:3.
Felix hatte am 4.Brett den ganz starken, international spielenden Rooze, dem er lange Stand halten konnte, aber schließlich doch zum Sieg gratulieren musste. 4:3 für Göggingen.
Bei diesem Stand hätte Ludwig am 3.Brett ein Doppelturm-Endspiel mit einem Minusbauern gewinnen müssen, um den Wettkampf unentschieden zu gestalten. Nach Rücksprache mit Fridolin, der die Stellung als Remis einschätzte, ebenso wie Ludwig, wurde Remis vereinbart.

Insgesamt hat sich unsere Mannschaft hervorragend geschlagen. (lm)